Auf dem Weg vom Ozean zu den Sternen: Wanderparadies Kanaren

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Foto: Kanarische Inseln © Rainer121076 auf Pixabay
Foto: Kanarische Inseln © Rainer121076 auf Pixabay
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(lifePR) ( Las Palmas de Gran Canaria, Juni 20 ). Mehr als nur Sonne und Strand: Die Kanarischen Inseln sind zwar vor allem für endlos lange Strände und strahlenden Sonnenschein bekannt, haben aber noch einiges mehr zu bieten. Jede der acht Inseln ist ein kleines Paradies für Wanderer: Wanderrouten entlang alter Hirtenpfade und vorbei an historischen Fischerdörfern, durch einen der weltweit ältesten Regenwälder oder über vulkanische Mondlandschaften bis hin zu smaragdgrünen Lagunen überzeugen mit ihrer Vielfalt.

Isla de Lobos, Fuerteventura

Foto: Isla de Lobos, Fuerteventura ©Ben Kerckx auf Pixabay
Foto: Isla de Lobos, Fuerteventura ©Ben Kerckx auf Pixabay

Die kleine Isla de Lobos, die nur zwei Kilometer von der Küste Fuerteventuras entfernt liegt, war bis zu 1865 die Heimat einer Seelöwen-Kolonie und steht auch heute noch unter besonderem Schutz. Für einen Ausflug auf die Inseln müssen Besucher deshalb rund drei Tage im Voraus eine Bewilligung der zuständigen Behörde beantragen und dürfen dann mit dieser die Insel für bis zu vier Stunden besuchen. Auf dem weiten Netz aus Wanderstrecken begeben sich Ausflugsgäste auf Entdeckungstour zur Marrajo Saline, zu den Leuchttürmen von Martiño and Puertito sowie zu den Überbleibseln der alten Fischersiedlungen.

Länge: 7 Kilometer / 2 Stunden
Höhenmeter: 22 Meter
Schwierigkeitsgrad: leicht

Los Gracioseros, Lanzarote

Foto: Lanzarote © Bernd Hildebrandt auf Pixabay
Foto: Lanzarote © Bernd Hildebrandt auf Pixabay

Wie auf einem anderen Planeten fühlt man sich auf dem Rundweg der Insel La Graciosa, welcher hauptsächlich von Einheimischen genutzt wird. Der Abstieg entlang der Klippe von Famara im Norden der Insel durch loses Geröll ist anspruchsvoll und nur für erfahrene und trittsichere Wanderer geeignet. Auf dem gepflasterten Weg vom Dorf Yé nach Guinate genießen Outdoor-Enthusiasten die prachtvolle Aussicht auf die Küste Lanzarotes sowie den el Río, dem Wasserarm, der Lanzarote und La Graciosa voneinander trennt. Die kurvenreichen Pfade auf dem Weg nach unten, die zur wohlverdienten Abkühlung im Meer führen, sind gesäumt von endemischen Pflanzen und Tieren.

Länge: 7 Kilometer / 3 Stunden
Höhenmeter: 358 Meter
Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer

Ruta de la Plata, Gran Canaria

Foto: Gran Canaria © adamkontor auf Pixabay
Foto: Gran Canaria © adamkontor auf Pixabay

Früher nutzten Einheimische die natürlichen Pfade der Insel, um ihre Tierherden zu grünen Weiden zu treiben. Heute wird die „Ruta de la Plata“ ausschließlich für Trekking- und Wochenendausflüge genutzt. Die gut ausgeschilderte Route über Waldboden, Schotter und Asphalt führt Wanderer durch Pinienwälder und vorbei am Roque Nublo, einem monströsen Felsen, der vor Jahrtausenden durch einen Vulkanausbruch an diese Stelle geschleudert wurde. Unweit davon, am höchsten Punkt der Route, steht das Fenster zum Nublo, ein Bogen aus Naturstein, der die umgebende Landschaft und den Nublo selbst förmlich einrahmt.

Länge: 13 Kilometer / 5 Stunden
Höhenmeter: 838 Meter
Schwierigkeitsgrad: mittel

Vulkanbesteigung El Teide, Teneriffa

Foto: Gran Canaria Vulkan El Teide© PhilippeFifties auf Pixabay
Foto: Gran Canaria Vulkan El Teide© PhilippeFifties auf Pixabay

Der Vulkan El Teide ‒ UNESCO Weltnaturerbe und mit seinen 3.718 Metern der höchste Berg Spaniens sowie der dritthöchste Vulkan der Welt ‒ wuchs nach zahlreichen Eruptionen über die Jahrtausende hinweg stetig an. Der Weg hoch auf den Vulkan ist nur für Wanderer mit Erfahrung und guter körperlicher Verfassung geeignet. Wer den Gipfel nicht zu Fuß besteigen möchte oder mit der ganzen Familie unterwegs ist, fährt mit dem Auto oder der Seilbahn hoch. Keinesfalls verpassen dürfen Urlauber den Sonnenuntergang, bei dem der Vulkan seinen mächtigen Schatten über die gesamte Insel wirft. Wer den Sonnenaufgang bevorzugt, erhält eine Bewilligung zur Übernachtung in der Herberge Altavista, die sich vor dem letzten Aufstiegs-Abschnitt beim Krater des El Teide befindet.

Länge: 9 Kilometer / 6 Stunden
Höhenmeter: 1.194 Meter
Schwierigkeitsgrad:   schwer

Caldera De Taburiente, La Palma

 

Foto: La Palma © berndritter auf Pixabay
Foto: La Palma © berndritter auf Pixabay

Die Caldera de Taburiente, ein ehemaliger Vulkankessel, befindet sich im Zentrum der Insel La Palma und zeichnet sich durch ihren spektakulären, fast 2.500 Meter hohen Berggipfel-Ring aus. Im Jahr 1957 wurde das Areal zum Nationalpark erklärt und stellt heute eine der Hauptattraktionen von La Palma dar. Der vulkanische Ring kann über verschiedene Routen erkundet werden – erfahrene Wanderer unternehmen eine Tour zum Aussichtspunkt Roque de los Muchachos, der den Urlaubern eine spektakuläre Aussicht über die gesamte Inselgruppe bietet. Für Trekking-Anfänger ist der Aussichtspunkt auch mit dem Auto gut erreichbar, nicht zuletzt, weil sich hier auch die berühmte Sternwarte, das Observatorium Roque de los Muchachos befindet.

Länge: 11,5 Kilometer / 6,5 Stunden
Höhenmeter: 2.426 Meter
Schwierigkeitsgrad: mittel

Contadero – Cedro, La Gomera

Foto: La Gomera © ravelinerin auf Pixabay
Foto: La Gomera © ravelinerin auf Pixabay

Der Weg durch das Tal des Naturparks Garjonay, der für alle Wanderfans geeignet und bestens ausgeschildert ist, führt durch majestätische, subtropische und uralte Wälder. Höhepunkt des Marsches ist der 150 Meter hohe Wasserfall El Cedro, dessen Wasser den gesamten umliegenden Wald mit Feuchtigkeit versorgt. In der Nähe des El Cedro-Falls können Abenteuerlustige in der saftig grünen Natur campieren oder sich in der Casa Rural zum Essen oder für eine Übernachtung einquartieren. Am Ende der Route befindet sich eine Kapelle aus dem Jahr 1935, deren Bau von einer englischen Gouvernante initiiert wurde und die seitdem eine beliebte Pilgerstätte ist.

Länge: 6 Kilometer / 3,5 Stunden
Höhenmeter: 551 Meter
Schwierigkeitsgrad: mittel

Camino de Jinama, El Hierro

Foto: El Hierro © Adesala auf Pixabay
Foto: El Hierro © Adesala auf Pixabay

Trekkingschuhe und eine Windjacke sind bei der Wanderung auf diesem historischen Pfad empfohlen, der vor dem Straßenausbau in den 1950er Jahren als Rundweg um die gesamte Insel genutzt wurde. Der Weg, der bekannt ist für seine außergewöhnliche Szenerie an einzigartigen Wacholderbäumen, teilt sich in zwei unterschiedliche Streckenabschnitte: Der erste ist wegen eines starken Gefälles zu einer Klippe anspruchsvoll, der zweite, der von der Caridad-Klause zur Kapelle San Andrés führt, ist hingegen meist flach und auch für Trekking-Anfänger gut zu bewältigen.

Länge: 8 km / 3 Stunden
Höhenmeter: 885 Meter
Schwierigkeitsgrad: schwer

So vielfältig die acht Kanarischen Inseln sind, so einmalig sind auch die Wanderrouten, die über tausend Wege vom Ozean direkt zu den Sternen führen.

Allgemeine Informationen zu den Kanarischen Inseln unter www.hallokanarischeinseln.com