Ägypten weitet erneut Ausnahmezustand aus: Sicherheitsspezialist A3M analysiert, wo derzeit ebenfalls der Sonderstatus regiert

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Foto: Sphinx und Cheopspyramide ©detlef menzel /pixelio.de.
Foto: Sphinx und Cheopspyramide ©detlef menzel /pixelio.de.
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Tübingen,  Oktober 2018 (w&p) – Wenn die Ausnahme die Regel ist: Ägypten hat erneut seinen Ausnahmezustand um drei Monate verlängert. Auslöser waren ursprünglich Bombenanschläge durch einen Ableger der Terrormiliz IS im April 2017 auf zwei koptische Kirchen mit mehr als 40 Toten. Seitdem hatte das Land den Status bereits einmal ausgeweitet. Das Tübinger Unternehmen A3M (www.global-monitoring.com), spezialisiert auf Krisenwarnung für Reiseveranstalter und Unternehmen, hat dies zum Anlass genommen, das Phänomen Ausnahmezustand zu skizzieren und zu untersuchen, für welche Reiseländer dies derzeit Auswirkungen hat. Neben Ägypten gilt zum Beispiel im nordafrikanischen Tunesien weiterhin der Ausnahmezustand. Auslöser waren mehrere Terroranschläge im Jahr 2015. In Venezuela herrscht bereits seit Mai 2016 aufgrund der instabilen politischen Lage und schlechten medizinischen Versorgung der entsprechende Status.

Darüber hinaus verzeichnete A3M in seiner Ereignis-Datenbank kürzlich weitere Länder in entsprechenden Situationen. Diese sind jedoch größtenteils auf akute und oftmals nicht lang anhaltende Ereignisse zurückzuführen. In der Demokratischen Republik Kongo sorgt aktuell ein Ebola-Ausbruch für den Ausnahmezustand. Auf Jamaika ist die Kriminalitätsbekämpfung insbesondere rund um Kingston dafür verantwortlich, auf der Krim ein Amoklauf, in Peru der Drogenkrieg sowie die Guerilla-Bekämpfung in einer Provinz nahe Kolumbien.

Die Türkei hatte den Status dagegen nach mehrfacher Verlängerung im Juli 2018 beendet, im gleichen Zuge allerdings umstrittene Anti-Terrorgesetze eingeführt. Anlass für den ursprünglichen Ausnahmezustand war der Putschversuch im Sommer 2016. In Europa hatte Frankreich unter Präsident Hollande nach den Anschlägen von November 2015 in Paris besondere Sicherheitsmaßnahmen verhängt. Nach mehrmaliger Verlängerung wandelte das Land unter dem neuen Präsidenten Macron den Ausnahmezustand ebenfalls in ein Anti-Terrorgesetz um.

Für die einzelnen Länder hat der Ausnahmezustand, der auch unter anderen Begriffen geführt wird, unterschiedliche Auswirkungen. So ermöglicht er in der Regel eine leichtere Strafverfolgung, Durchsuchungsmaßnahmen von Häusern Terrorverdächtiger oder auch Ausweiskontrollen innerhalb des Schengenraums wie im Falle von Frankreich. Auf den Malediven herrschte zu Beginn des Jahres 2018 aufgrund von innenpolitischen Unruhen 45 Tage lang der Ausnahmezustand.

Für Reisende, so das Tübinger Unternehmen, habe der Ausnahmezustand sehr unterschiedliche Auswirkungen. Auf den Malediven betraf die entsprechende Reisewarnung etwa ausschließlich die Hauptstadt und nicht die Resort-Inseln. Bei Ägypten und Tunesien sei es prinzipiell ratsam, vor der Reise Quellen wie das Auswärtige Amt zu konsultieren. „Maximale Sicherheit bringt Urlaubern die klassische Pauschalreise der namhaften Veranstalter wie TUI, Thomas Cook, Dertour oder FTI“, so A3M-Geschäftsführer Tom Dillon. „Sie sind in puncto Krise optimal aufgestellt und verfügen laufend über die aktuellsten Informationen.“

Über das Unternehmen A3M:

Mit Sitz in der Universitätsstadt Tübingen sowie Hamburg entwickelt und betreibt die A3M GmbH Frühwarn-, Informations- und Kommunikationssysteme für ein professionelles und effektives Krisenmanagement. Zu den Nutzern des webbasierten Global Monitoring-Tools zählen zum einen die großen Reise-Anbieter Deutschlands, zum anderen eine Vielzahl von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs), aber auch große Firmen sowie Konzerne. Ein erfahrenes Team von Experten bei A3M beobachtet laufend die weltweite Nachrichtenlage und bereitet diese individuell für die Nutzer auf. Dadurch erhalten Reiseanbieter je nach Auftrag ausschließlich Informationen, die für deren spezifische Kunden relevant sind, da sich diese gerade oder in Kürze in entsprechenden Ländern und Regionen aufhalten. KMUs, große Unternehmen und Konzerne nutzen die Informationen, um die maximale Sicherheit für ihre Mitarbeiter auf Reisen zu gewährleisten. Zu den weltweiten Krisenherden, die A3M beobachtet, zählen zum einen Naturkatastrophen wie Erdbeben, Hurrikans oder Brände, zum anderen politische Unruhen, Großdemonstrationen oder weitere Ereignisse und Zustände, die für Reisende zu einer Gefahr werden können. Bei Endkunden wurde das Unternehmen A3M in der Vergangenheit durch das Tsunami-Frühwarnsystem via SMS bekannt, das in Folge der Flutkatastrophe im Jahr 2004 ins Leben gerufen wurde. Seit Kurzem bietet A3M die App „Global Monitoring“ für iPhone und Android an.

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