Luftverkehr: Tunesien für EU-Airlines offen

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Acht Jahre lang haben die Verhandlungen über ein Open-Sky-Abkommen zwischen der EU und Tunesien gedauert. Nun ist der Luftverkehrsmarkt fast ganz offen.

Tunesien schließt sich dem offenen Luftverkehrsmarkt der EU an. Ein entsprechendes Open-Sky-Abkommen sei unterzeichnet, so der tunesische Verkehrsminister Radhouane Ayara. Damit bekommen alle EU-Fluggesellschaften das Recht nach Tunesien zu fliegen und tunesische Fluggesellschaften dürfen alle Flughäfen in den EU-Ländern anfliegen.

Das Abkommen enthält allerdings eine Einschränkung. Für den Hauptstadt-Flughafen Tunis-Karthago müssen Airlines Verkehrsrechte bei der Regierung beantragen. Als Grund wird die limitierte Kapazität des Flughafens genannt. Offenbar soll dem National Carrier Tunisair Freiraum für seine Entwicklung in dem neuen Wettbewerb verschafft werden. Ayara stellt in Aussicht, bis 2030 einen neuen, größeren Flughafen zu bauen, dessen Infrastruktur auch besser für Großraumflugzeuge vorbereitet ist.

Das Web-Portal tunesienexplorer.de schreibt, dass geprüft werde, den Militärflughafen Remada im Süden des Lands für den zivilen Luftverkehr zu öffnen.

Ayara erwartet, dass nicht nur Urlaubs-Carrier aus der EU, sondern auch Billigflieger ihre Chancen suchen werden. Die Regierung hofft, dass davon die Tourismuswirtschaft im Land profitiert.