Mediterranes Leben

Urlaub: Türkei und Ägypten boomen wieder

Größere Jets, mehr Flugverbindungen / 2018 buchen die Österreicher verstärkt die Krisenregionen.

Die mageren Jahre sind vorbei. In der Saison 2018 sieht die Reisebranche für die bisherigen Krisendestinationen Türkei und Ägypten erstmals wieder ein starkes Plus, wie ein Rundruf des KURIER ergab. Die Frage dürfte eigentlich nur noch sein, wie hoch dieses ausfallen wird.

Besonders optimistisch sieht dies Patrik Weitzervon Raiffeisen-Reisen: "Die Türkei wird wieder zu den Top-4-Nationen aufschließen." Gemeint sind Griechenland, Spanien, Kroatien und Italien. Vor allem die beiden letztgenannten waren die großen Profiteuere. Obere Adria statt türkische Riviera lautete für viele das Motto. Doch Unruhen, politische Wellen und Terror machen derzeit etwas Pause, die wichtigen Baderegionen in den beiden Krisenländern haben vom Außenministerium nur noch die Sicherheitsstufe zwei. Zum Vergleich: Diese gilt etwa auch in ganz Frankreich oder Spanien.

Flüge aus Graz und Linz

Laut dem Luftfahrtportal austrianaviation.net plant TUI bereits verstärkte Flügen an den Bosporus. Ab Graz, Linz und Salzburg soll es erstmals wieder Direktflüge nach Antalya geben, aus Wien wird die Zahl der Flüge vorerst einmal von drei auf sechs verdoppelt.

Auch die AUA überlegt wegen der "aufflackernden Nachfrage" bereits eine Aufstockung der Kapazitäten für den Sommerflugplan, wie Unternehmenssprecher Peter Thier dem KURIER sagt. Vorerst werden allerdings nur größere Flugzeuge als Variante gesehen, noch warte man ab. Bei Ägypten sei man vom Chartergeschäft abhängig und könne dann entsprechend zu Jahresbeginn auf die neue Lage reagieren.

Fünf zum Preis von vier

Die Türkei wird vor allem mit günstigen Preisen bei Familien punkten, meinen die Branchenvertreter unisonsono. "Man wird 2018 Fünf Sterne zum Preis von Vier bekommen", sagt Weitzer. "In der Türkei wird es am leichtesten sein, ein Schnäppchen zu finden."

Etwas vorsichtiger , aber trotzdem optimistisch, ist Andrea Hansal von der Verkehrsbürogruppe. "Vor dem ersten großen Buchungspeak im Jänner ist es schwierig mit Prognosen. Aber es gibt sicher eine Korrektur nach oben, die Türkei hat ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei den Vorausbuchungen schaut es nicht schlecht aus. Dass es wie vor drei Jahren wird, das wird allerdings noch dauern."

Rund 80 Prozent Einbruch hat die Türkei beim Tourismus gehabt – laut offiziellen Zahlen. Hinter vorgehaltener Hand hört man noch schlimmere Zahlen. Wie es 2018 weitergeht wird von der politischen Entwicklung der kommenden Monate abhängen. Für viele Urlauber ist es eine moralische Frage, wie man mit dem aktuellen Regime umgehen will.

Auch in Ägypten ist der Trend vor allem im Raum Hurghada steigend. Außerdem entwickelt sich El Gouna zu einem Österreichereck wie es etwa Khao Lak in Thailand ist. Am Boden liegt vorerst weiterhin die Nil-Schifffahrt. Von einst rund 300 Booten sind aktuell nur noch maximal 20 unterwegs, Plätze dort gibt es teilweise zu Schnäppchenpreisen. So bieten Reisebüros bereits um ein 300 bis 400 Euro Nilkreuzfahrten auf Fünf-Sterne-Booten an – inklusive Charterflug . Bei FTI spricht man von einem "beispiellosen Comeback" von Ägypten im kommenden Jahr.

Thailand und Afrika

Die Krise der beiden großen Ländern ließ jedenfalls bei den anderen die Kassen klingeln. Die größten Gewinner waren Italien und Kroatien, auch Griechenland feierte nach der Währungskrise deswegen ein schnelle Comeback. Bei den Fernreisen gab es ebenfalls ein Plus – neben Thailand, Malediven, den Kanaren ist Afrika zunehmend im Trend. Namibia, Südafrika und Tansania erreichten heuer ein gutes Plus, heißt es.



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