Neapels Krippenstraße will Zugangsbeschränkung

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Krippenbauer klagen über Gedränge in enger Gasse: Maximal 5.000 Personen sollen in Via San Gregorio Armeno dürfen

Rom – Neapel mit seiner berühmten Krippenstraße lockt in der Adventzeit tausende Touristen. Die Krippenbauer in der Via San Gregorio Armeno in der Altstadt der Vesuvstadt haben Hochkonjunktur. Doch das Gedränge in der engen Gasse, die ein weltweiter Inbegriff für Krippenkunst ist, wurde zu groß. Die Künstler drängen nun auf eine Zugangsbeschränkung.

„Die Via San Gregorio Armeno war an diesem Wochenende voller als die U-Bahn Tokios in der Rush Hour“, stellte die italienische Tageszeitung „La Stampa“ fest. Wegen des Gedränges fordert der Verband der Krippenbauer, dass maximal 5.000 Personen in die Gasse zugelassen werden. Eine Alternative wäre, dass die Straße nur in eine Richtung begangen werden darf. Die Vorschläge werden vom Bürgermeister Luigi De Magistris geprüft.

Ansturm zur Weihnachtszeit

Die Krippenkunst ist für die Altstadt Neapels besonders wichtig. Vom ersten Adventtag an strömen Besuchermassen durch die Via San Gregorio Armeno in der Altstadt, in der sich die Geschäfte der bekanntesten Bauer befinden. Diese sind das ganze Jahr für Interessenten geöffnet, aber die meisten Besucher verzeichnet die Via San Gregorio Armeno, die in der Nähe der gleichnamigen Kirche aus dem 16. Jahrhundert liegt, ab Anfang Dezember. Dann wird die Saison offiziell eröffnet.

Die neapolitanischen Künstler ahmen noch heute ihre großen Vorbilder aus dem Barock nach. Oft werden auch Szenen aus dem täglichen Leben früherer Zeiten eingebaut. So gibt es nicht nur die typischen Schäferfiguren, sondern auch Berufsdarstellungen aus dem Neapel des 17. Jahrhunderts